Das Ving Tsun System von Grandmaster Ip Man
Der Kung Fu Stil namens Ving Tsun von Grandmaster Ip Man erlangte Weltruhm.
Dies verdankte er nicht zuletzt einem seiner berühmtesten Schüler: dem Filmstar Bruce Lee. Bruce Lee brachte das Kung Fu erstmals in amerikanische Kinos und machte das Ving Tsun seines Lehrmeisters weltberühmt.
Anders als häufig behauptet und von vielen geglaubt ist die Schreibweise Ving Tsun die einzig richtige, von Grandmaster Ip Man verwendete.
Das Erbe wurde von Grandmaster Ip Man auf seinen Sohn, Master Ip Ching, übertragen. Master Ip Ching betreibt seit vielen Jahren in Vollzeit seine ausbildende Tätigkeit in der Ving Tsun Athletic Association und gründete später auch die Ip Ching Athletic Association.
Nur Ausbilder und Sifus die tatsächlich aus der Linie von Grandmaster Ip Man stammen können in der Ving Tsun Athletic Association zugelassen werden.
Diese Zulassung stellt somit ein echtes Privileg dar und zeugt von Vertrauen und der Qualität des Kung Fu des zugelassenen Mitglieds.
Grandmaster Ip Man
Ip Man (1893 – 1972) hieß urspünglich Ip Kai Man. Er wurde in Song Yuen, Foshan, geboren.
Er war von Kindheit an ein talentierter und einfallsreicher Mensch. Master Chan Wah Shun zog in das Gebäude des Clans der Ip Familie in die Hauptstraße von Foshan und lehrte dort Kung Fu. Das gab Ip Man Gelegenheit, Ving Tsun zu lernen.Ip Man lernte direkt von Chan Wah Shun, bevor dieser starb.
Danach folgte er Si Hing Ng Chung So und Leung Bik, dem Sohn von Leung Jan, um seine Kung Fu Studien fortzusetzen. 1941 hatte Ip Man seine erste Klasse mit Studenten in Foshan. 1949 ging Ip Man nach Hong Kong und startete seine Karriere mit dem Lehren von Ving Tsun. Leute aus allen Berufen wollten von und mit ihm lernen.
1968 gründete Ip Man die Ving Tsun Athletic Association. Von dieser Zeit an, wurden viele Lernende mit guten Techniken dort trainiert. Einer der Berühmten war Bruce Lee. Heutzutage findet man Ving Tsun überall. Es ist eines der berühmtesten Arten des Kung Fu in der ganzen Welt.
Über Grandmaster Ip Man aus anderen Quellen:
Ip Man (* 14. Oktober 1893 in Foshan, China; † 1. Dezember 1972 in Hong Kong) wurde posthum als "Großmeister des Wing Chun" geehrt, auf dessen Lehre sich heute viele Varianten dieser Kampfkunst berufen. Zu Lebzeiten verzichtete Ip Man auf Titel wie "Meister" oder "Großmeister".
Grandmaster Ip Mans Werdegang
Ip Man erlernte die bis dahin kaum bekannte Kampfkunst Wing Chun von Chan Wah Shun in der Stadt Lin Fa Dei. Spätere Lehrer Ip Mans waren Chans Lehrer Leung Bik und Chans Schüler Ng Jung Su.
Mit fünfzehn Jahren ging Ip Man nach Hong Kong, verließ die Stadt jedoch für zwei Jahre wieder, um seine Ausbildung in der Kampfkunst zu beenden. Ip Man arbeitete auch einige Jahre als Ermittler für die Polizei in Südchina, bevor er wieder nach Hong Kong kam, um eine Wing-Chun-Schule in der Kowloon Restaurant Association zu eröffnen. Später eröffnete er weitere Schulen. Obwohl Ip Man nie für seine Schule warb, stieg die Zahl seiner Schüler immer weiter an.
1966 wurde auf den Vorschlag Ip Mans hin die Ving Tsun Athletic Association von seinem Sohn, Ip Chun, und sechs weiteren Schülern in Hong Kong gegründet. (Ip Man verwendete die Transkription Ving Tsun für die Kampfkunst, die in Europa häufig als Wing Chun transkribiert wird; siehe Der Konflikt um die Schreibweise).
Ip Man unterrichtete Wing Chun erstmals in seiner Heimat Foshan. Danach unterrichtete er in Hong Kong. Dabei sind folgende Schulorte bekannt:
* Hinterzimmer der Restaurant Union, Da Na Street, Hong Kong
* Yim Wah Restaurant in der Stanley Street
* Three-Prince-Tempel
* Public Safety Union (Die Schule in der Stanley Street wurde wegen zu vieler Schüler hierhin verlegt)
* Fu Shan Ving Tsun Club, Hoi Tan Street; diese wurde später in die Lee Tat Street und schließlich in Shin Ip Building verlegt
* Ving Tsun Association, Nathan Road
Ip Man widmete sein Leben dem Kampf, ob im Wing Chun oder in der Begeisterung für Kampfhunde und -hähne. Ip Man selbst wurde von Weggefährten dennoch immer als ruhig, bescheiden und stets gut gekleidet beschrieben.
Grandmaster Ip Mans Schüler
* Ip Mans wohl berühmtester Schüler war Bruce Lee, der nach Amerika auswanderte und dort Elemente des Wing Chun verwendete, um seinen eigenen Stil Jeet Kune Do zu kultivieren. Wie weit Bruce Lee Wing Chun erlernt hatte, bleibt fraglich, sein Können im Wing Chun jedoch nicht.
* Ip Chun und Ip Ching, Ip Mans Söhne
* Lo Man Kam, Ip Mans Neffe
Weitere Schüler Ip Mans waren: Moy Yat, Wang Kiu, Lok Yiu, William Sheung (Cheung Cheuk Hing), Wong Shun Leung, Hawkins Cheung, Duncan Leung, Viktor Khan, Tsu Sheung Tin (Tsui Shan Tin), Lo Bing, Leung Sheung, Ip Bo Ching, Chan Wah, Lee Wing, Lee Man, Lee Han, Chiu Yau, Jiu Wan, Ho Kam Ming, Samuel Lau, Chan Wei Hong.
Artikel Wing Chun. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
Bearbeitungsstand: 17. Juni 2008, 20:11 UTC. URL:http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wing_Chun&oldid=47363527 (Abgerufen: 16. Juli 2008, 13:00 UTC)
Master Ip Ching
Seine warmherzige und bescheidene Persönlichkeit hat viele Leute aus einer Welt voller Wettbewerb und Ego überrascht.
Ip Ching wurde 1936 in Foo Shan, China, als jüngster Sohn des berühmten Wing Chun Grandmasters Ip Man (Filmstar Bruce Lee's Lehrer) geboren. Die meisten der berühmten Kampfkunst-Meister lebten in Foo Shan während Ip Ching dort aufwuchs, und im Alter von 13 Jahren begann er unter der Leitung seines Vaters mit dem Wing Chun Training. Sein Training wurde unterbrochen, als sein Vater nach Hongkong zog, um ein besseres Leben für seine Familie zu suchen und zu finden. Ip Man nahm seine älteste Tochter mit nach Hongkong, und ließ seinen Bruder Ip Chung und seine anderen Schwestern mit deren Mutter in China zurück.
Nachdem Ip Ching seinen Hochschulabschluß absolviert hatte, besuchte er ein College in Canton. Im Anschluß daran, 1962, zog er nach Hongkong zu seinem Vater und nahm das Wing Chun Training unter der direkten Leitung seines Vaters wieder auf.
Ip Man's Schule befand sich in seinem Haus und Ip Ching lebte auch dort mit seinem Vater. Das gab Ip Chin ein enormes Maß an Insiderwissen in Wing Chun und in seine Lehrmethoden. Aus diesen Gründen assistierte er seinem Vater bis 1972, Schüler im Wing Chun System auszubilden, bis dieser starb.
Nach Ip Man's Tod lehrte Ip Ching Wing Chun in Teilzeit und eröffnete eine erfolgreiche Herstellerfirma, die er bis 1994 leitete, als er entschied, sich zurückzuziehen und begann, Wing Chun wieder in Vollzeit zu lehren. Heute unterrichtet Ip Ching privat in seinem Haus und in der Ip Man Ving Tsun Athletic Association in Hong Kong. Bei Reisen im Ausland leitete er Wing Chun Seminare im Vereinigten Königreich, in Europa und in den Vereinigten Staaten
Sifu Peter Graun
Bereits in seiner Kindheit war Sifu Peter Graun ein Anhänger von Kampfsport. Mit den Jahren wandte er sich unterschiedlichen Kampfsport und Kampfkunststilen zu. Darunter Boxen, Karate, Jiu Jitsu, Tae Kwon Doe, Wing Tsun, sowie später Wing Chun, Tai Chi und Circle Propeller.
1990 begann Sifu Peter Graun in Wolfenbüttel mit einer kleinen Personengruppe das Wing Chun Kung Fu zu trainieren. Die Gruppe vergrößerte sich schnell. Kurze Zeit später schloss er sich dem ortsansässigen Sportverein an und eröffnete weitere Schulen wie 1992 in Halberstadt.
So entstand dann 1995 das Wing Chun Zentrum Wolfenbüttel. Im Jahr 1999 gründete Peter Graun begründet durch das Wachstum und die rasante Zunahme an Schulen das Wing Chun Zentrum Deutschland (WCZD). Am WCZD sind seit dieser Zeit eine Vielzahl von Schulen und Trainingszentren anderer Vereine angeschlossen. Die Zahl der Schüler die Peter Grauns Privat- und Wochenendunterricht besuchen wächst ständig.
Um seinen Wissensdurst und den Verbesserungswillen weiter zu befriedigen, begann Peter Graun im Jahr 2007 regelmäßig nach China zu reisen. Hier vertieft er seither sein Wissen und Know How über das Ving Tsun von Großmeister Ip Ching, dem Sohn Großmeister Ip Mans. Dieses Wissen stellt er in Deutschland seinen Schülern zur Verfügung.
Geschrieben von Marc Adenaw
"Wing Chun ist nicht nur eine Sportart, es ist eine Lebensphilosophie.
Man lernt es nicht von heute auf morgen, sondern ein Leben lang"
Sifu Peter Graun
Der Konflikt um die Schreibweise
Da es für die kantonesische Sprache bislang keine einheitlichen, überall anerkannten Transkriptionsregeln zur Übertragung in die lateinische Schrift gibt, existieren zahlreiche Schreibweisen für die Kampfkunst Wing Chun, die sich aber i.d.R. phonetisch sehr ähnlich sind. Dieses Problem wurde vor allem in jüngster Zeit noch dadurch verstärkt, dass Wing Chun durch zunehmende Popularität immer intensiver kommerziell verwertet wurde und einige Schreibweisen in manchen Ländern als Warenzeichen angemeldet wurden.
Die Schreibweise Ving Tsun wird international häufig als übergreifende Bezeichnung aller auf Großmeister Yip Man zurückgehenden Stile benutzt. In Europa hat sich allerdings Wing Chun als übergreifende Bezeichnung weitgehend durchgesetzt. In Deutschland werden heutzutage zahlreiche Namensvarianten verwendet, wie sie auch am Anfang des Artikels zu finden sind.
Im direkten Umfeld Yip Mans wurden die folgenden Schreibweisen geprägt:
Artikel Wing Chun. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
Bearbeitungsstand: 17. Juni 2008, 20:11 UTC. URL:http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wing_Chun&oldid=47363527 (Abgerufen: 16. Juli 2008, 13:00 UTC)
* Ving Tsun (VT) - wurde von Ip Man selbst verwendet. Wong Shun Leung und Moy Yat übernahmen diese Schreibweise. Ip Mans Söhne Ip Ching und Ip Chun verwenden diese Scheibweise ebenfalls bis heute.
Der offizielle Erbe des Ip Man Stils, sein Sohn Ip Ching, leitet bis heute die Ip Ching Athletic Association.
* Wing Chun - In Europa wird Wing Chun meist als übergreifende Bezeichnung verwendet, die weder markenrechtlich geschützt ist, noch einer bestimmten Person oder einem bestimmten Stil zugeordnet wird. Hierunter vereinen sich sehr unterschiedliche Ausprägungen des Stils.
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